Transformationsprogramm im Einkauf

Das Familienunternehmen entwickelt Heiztechnik-Produkte sowie Industrie- und Kühlsysteme. In den letzten Jahren wandelte es sich vom Heizungshersteller zum Lösungsanbieter für Wärme, Kühlung und Lüftung.

Zielsetzung

Dem Wachstum gerecht werden: Der Heiztechnik-Produzent hat sich in den letzten Jahren entscheidend weiterentwickelt: die Produktpalette wurde entscheidend erweitert und die Internationalisierung immer weiter vorangetrieben.
Aufgrund des starken Wachstums mussten die vorhandenen Strukturen im Einkauf auf den Prüfstand gestellt werden, um auch künftig Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Hinzu kam, dass der Anteil an Single Sourcing sehr hoch war. Durch die Konzentration auf wenige Lieferanten hatte der Kunde einem Lieferantenausfall nichts entgegenzusetzen

 

Vorgehensweise

Umfassendes Transformationsprogramm

 

Organisation

Gemeinsam mit uns hat das Unternehmen eine zentrale Beschaffungsorganisation implementiert, um dem internationalen Wachstum gerecht zu werden und einheitliche Bedingungen für alle Standorte zu schaffen. Auf Basis einer Bewertung des Reifegrads der Organisation und im Bereich Digitalisierung wurden neue Strukturen im Einkauf geschaffen und im Rahmen einer Blaupause getestet. Nach erfolgreichem Abschluss dieser konnten die neuen Prozesse dann im gesamten Unternehmen implementiert werden.

Kostenoptimierung

Parallel dazu haben wir zusammen mit dem Kunden im Rahmen eines umfassenden Co-Sourcing Programms eine Reihe an Zielkategorien ausgeschrieben und mit Lieferanten verhandelt. Der Fokus lag hierbei auf der Einführung eines „Best Country Sourcing“, um der internationalen Ausrichtung des Konzerns gerecht zu werden.

Risikominimierung

In einer umfangreichen Risikobewertung analysierte das Projektteam sowohl das Lieferantenportfolio, alle zugekauften Artikel, als auch die Verkaufsprognose, die während der Corona-Pandemie angepasst werden musste. Das größte Risikopotenzial lag bei den Lieferanten, da Produkte in der Regel nur von einem einzigen Lieferanten bezogen wurden und der Überblick über Ausfallrisiken bei den jeweiligen Lieferanten fehlte. Im nächsten Schritt wurden daher alle Lieferanten anhand geografischer und finanzieller Daten bewertet und in den Bereichen mit hohem Risiko Second Source Lieferanten qualifiziert, auf die der Einkauf im Notfall zurückgreifen kann.

Ergebnisse

Risikominimierung und Kostenoptimierung durch Erweiterung des Lieferantenportfolios

  • Generierung von Einsparungen bei technischen Beschaffungs-, Logistik- und Handelsgüterinitiativen
  • Einführung einer neuen zentralen Beschaffungsorganisation als integrativer Bestandteil der Gruppenstrategie
  • Klare Definition von Sourcing-Initiativen und Verbesserung der Transparenz von Ausgabendaten
  • Erhebliche Minimierung des Lieferanteausfallrisikos durch RFI Validierung von 75 Second-Source-Lieferanten
  • Funktionsübergreifende Ausrichtung und Harmonisierung des Lieferantenqualifizierungsprozesses und Identifizierung von 232 neuen Lieferanten

 

Lernen Sie unseren Experten kennen

Thorsten Kräft

Associate Director

thorsten.kraeft@inverto.com Kontakt

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