Instandhaltung und Ersatzteile Management

Instandhaltung und Ersatzteilmanagement fordern in vielen Unternehmen die Kompromissfähigkeit heraus: Schließlich haben diejenigen, die für den laufenden Betrieb verantwortlich sind, ein hohes Sicherheitsbedürfnis. Die Finanzabteilung hingegen wird den Fokus eher darauf legen, möglichst wenig Kapital zu binden, während die Produktion die Funktionsfähigkeit sicherstellen will und deswegen möglichst jedes Ersatzteil im Lager haben möchte. So sind Zielkonflikte vorprogrammiert.

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Mit abteilungsübergreifender Kooperation zur passenden Strategie

Eine betriebliche Gesamtstrategie optimiert die Maschinenlaufzeiten und die Kosteneffizienz gleichermaßen. Dabei sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Kosten der Instandhaltung: Wie häufig muss gewartet werden, wie teuer ist die Wartung?
  • Lauf- und Stillstandzeiten: Gibt es regelmäßige Zeiten des Stillstands oder läuft die Maschine pausenlos?
  • Kapitalbindung: Wie hoch sind die Anschaffungs- und Implementierungskosten?
  • Kritikalität: Welche Rolle spielt die Maschine in der Produktion? Welche Kosten verursacht ein Ausfall?

Da die Antworten für die verschiedenen Produktionseinheiten unterschiedlich ausfallen können, leiten sich diverse Maßnahmen für die Instandhaltung ab. Wichtig ist, eine valide und transparente Datenbasis zu schaffen sowie Zielkonflikte sichtbar zu machen. Auf dieser Basis wird schließlich unter Abwägung von Kosten und Risiken die kostenoptimale Instandhaltungsstrategie erstellt.

Im Wesentlichen gibt es drei verschiedene Strategien der Instandhaltung:

  • Fehlerbasiert
  • Intervallbasiert
  • Zustandsbasiert

Total cost of ownership: Instandhaltung und Ersatzteile schon bei der Investition berücksichtigen

Bereits bei der Investition in neue Maschinen (CAPEX) werden Instandhaltung und Ersatzteilmanagement für den gesamten Lebenszyklus determiniert. Deswegen sollten die Instandhaltungskosten als Folgekosten im Rahmen einer Total Cost of Ownership Betrachtung (TCO) bewertet, verhandelt und vertraglich fixiert werden. Zu den Faktoren, die hierbei berücksichtigt werden, zählen

  • Garantie und Gewährleistung
  • Preise und Verfügbarkeiten von Ersatzteilen
  • Wartungsaufträge und -intervalle

Bei größeren Maschinenparks empfiehlt es sich, die TCO nicht nur für eine Maschine zu betrachten, sondern die Analyse in die übergeordnete Instandhaltungsstrategie einzufügen.
CAPEX-Beschaffungen sind gerade in mittelständischen Unternehmen keine alltäglichen und standardisierten Aufgaben, sodass es häufig keine etablierten Prozesse dafür gibt und das Know-how fehlt. Durch die umfangreiche Erfahrung aus vielen Projekten kann INVERTO bei der Beschaffung beraten und mit Best-Practice-Lösungen unterstützen.

Ersatzteile managen: Großes oder kleines Lager? Smartes Lager!

Ersatzteillager haben die unangenehme Angewohnheit, unkontrolliert zu wachsen und damit schleichend immer mehr Kapital zu binden. Angesichts der Vielzahl unterschiedlicher Teile besteht dennoch die Gefahr, dass benötigte Objekte nicht verfügbar sind, da Inventarlisten oft nicht gut gepflegt sind und es selten ein digitales Bestandsmanagement gibt. Doch Transparenz ist die zentrale Grundlage des Ersatzteilmanagements.

Um die Lagerbestände zu optimieren, sollten auch für die Ersatzteile material- oder warengruppenspezifische Bestandsstrategien entwickelt und verbrauchsoptimierte Bestandsmengen definiert werden. In einem dreistufigen, erprobten Prozess unterstützt INVERTO von der Evaluierung des Ist-Bestands über die Konzepterstellung bis hin zur Implementierung der Strategie, um vorhandene Lücken im Ersatzteilmanagement zu schließen und die Kapitalbindung langfristig zu reduzieren.

Instandhaltung im Handel

Instandhaltung und Ersatzteilmanagement betreffen sowohl produzierende Unternehmen als auch Händler. Handelsunternehmen verfügen über eine Ausstattung, die regelmäßig Wartung und Ersatzteile benötigt, etwa Kassen und Laufbänder, Lagerequipment oder – im Lebensmittelhandel – Gefrier- und Kühlgeräte.

Während sich in produzierenden Unternehmen Kunden nur selten in die Werkshallen verirren, ist im Handel alles auf die Begegnung mit dem Kunden ausgelegt. Dies hat gravierenden Einfluss auf die Instandhaltung: Planbare Wartungen können nur außerhalb der Öffnungszeiten stattfinden, was die verfügbaren Kapazitäten stark einschränkt. Gerade größere Handelsunternehmen mit vielen regionalen Standorten könnten von der Einrichtung eigener Instandhaltungsteams profitieren, da diese in der Regel flexibler einsetzbar sind als externe Dienstleister.

André Thuvesson

System Leader NOR & Managing Director

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Patrick Lepperhoff

Principal

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