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Dekarbonisierung: So verringern Sie den CO2-Fußabdruck

Dekarbonisierung: So verringern Sie den CO2-Fußabdruck

Hitze und brennende Wälder in Südeuropa, Sibirien und Kanada, verheerende Überschwemmungen in Deutschland: Der Klimawandel hat bereits begonnen. Die Dekarbonisierung ist folglich eine zentrale Aufgabe für die kommenden Jahre. Unternehmen mit großem Einfluss auf globale Lieferketten sollten dabei eine Vorreiterrolle spielen, um die globale Erwärmung zu stoppen. Der Einkauf als Ansprechpartner für die Lieferanten eines Unternehmens kann eine führende Rolle bei der Minimierung des CO²-Fußabdrucks spielen. Wir unterstützen Sie dabei, Ihren Weg in eine kohlenstofffreie Zukunft zu finden.

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Beim Thema Dekarbonisierung sollte zunächst definiert werden, welcher Bereich in Bezug auf die Entstehung der Emissionen gemeint ist. Unterteilt werden drei Abschnitte:

  • Scope 1: direkte Emissionen aus der eigenen Produktion des Unternehmens
  • Scope 2: indirekte Emissionen, die im Zusammenhang mit dem Bezug von Strom und Klimatisierung der Betriebsgebäude stehen
  • Scope 3: alle anderen Emissionen, die in der Wertschöpfungskette des Unternehmens entstehen, verursacht durch Lieferanten, Dienstleistungen oder Logistik.

Während die Menge der Scope-1- und Scope-2-Emissionen relativ leicht zu ermitteln ist und im direkten Einflussbereich eines Unternehmens liegt, fehlt es bei den Scope-3-Emissionen sowohl an Transparenz als auch an direktem Zugriff. Der Einkauf mit seinen direkten Kontakten zu Lieferanten und Dienstleistern spielt eine Schlüsselrolle bei der Eindämmung von Scope-3-Emissionen. Wir empfehlen einen dreistufigen Ansatz.

Der Einkauf sollte eine führende Rolle im Dialog über die Dekarbonisierung einnehmen

Die wichtigste Aufgabe für die Einkaufsorganisation ist der Dialog mit den Lieferanten. Jeder Warengruppenmanager hat einen präzisen Überblick über die Lieferanten in seiner Warengruppe – oder sollte ihn zumindest haben. Die Category Manager bewerten etwa Kriterien wie Qualität und Liefertreue sowie die Übereinstimmung mit der Unternehmensstrategie.

Nachhaltigkeitskriterien sind bislang hingegen selten Teil dieser Bewertung. Indem so genannte ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) berücksichtigt werden, kann die Lieferantenlandschaft für Anbieter geöffnet werden, die die Emissionen Ihres Unternehmens wirklich verändern können. Das Thema Dekarbonisierung ist eine gemeinsame Aufgabe der gesamten Wertschöpfungskette und es ist daher unerlässlich, mit strategischen Lieferanten bei der Dekarbonisierung zusammenzuarbeiten. Auch wenn Ihre aktuellen Zulieferer vielleicht noch nicht in der Lage sind, die neuen Anforderungen kurzfristig zu erfüllen, können durch Kooperation neue, CO²-verringernde oder gar -neutrale Lösungen entstehen.

Der Einkauf sollte die Dekarbonisierung in die Lieferantenbewertung einbeziehen

Bei der Bewertung von Produkten und Dienstleistungen betrachtet der Einkauf mehrere Dimensionen wie Preis, Qualität oder Zahlungsbedingungen. ESG-Kriterien lassen sich hier leicht integrieren. Darüber hinaus kann der Einkauf sicherstellen, dass in den Verträgen Klauseln zur Nachhaltigkeit und zur Angleichung der Scope-3-Ziele zwischen den Partnern enthalten sind.

Die Ziele sollte Ihr Einkauf aus der allgemeinen Unternehmensstrategie ableiten. Auch sollten die Nachhaltigkeitsziele in der Incentivierung berücksichtigt werden: Wenn die Dekarbonisierung Teil der KPIs für die Mitarbeitenden sind, werden Glaubwürdigkeit und Engagement steigen.

Der Einkauf legt den Fahrplan zur Dekarbonisierung fest

Da der Einkauf unternehmensweit tätig ist, ist er der natürliche Ansprechpartner, um eine Dekarbonisierungs-Roadmap zu entwickeln. Die Einkaufsabteilung analysiert und entscheidet, in welcher Reihenfolge Kategorien und Lieferanten sich dem Thema Dekarbonisierung stellen. Darüber hinaus kann der Einkauf im Dialog mit den Lieferanten lernen: Möglicherweise sind Ihnen einige Ihrer Lieferanten ja auf dem Weg zur CO²-Neutralität schon ein Stück voraus oder verfolgen Ansätze, die auch für Ihr Unternehmen hilfreich sind.

Wie Sie beginnen können

Die Dekarbonisierung ist ein Prozess, der mehrere Jahre dauern wird. Aus gutem Grund hat die Europäische Union einen relativ großen Zeitrahmen für das Erreichen der vollständigen Kohlenstoffneutralität festgelegt. Wir sind jedoch überzeugt, dass es notwendig ist, frühzeitig mit dem Thema anzufangen, auch wenn noch nicht alle Lösungen auf der Hand liegen.

Sprechen Sie mit Ihren Lieferanten, legen Sie Ziele fest und starten Sie! Wichtig sind Lernbereitschaft und Offenheit für neue Lösungen – sowohl für die eigenen als auch für diejenigen von Kunden, Lieferanten und Wettbewerbern.

Wir empfehlen einen praktischen Ansatz, um einen reibungslosen Start zu ermöglichen:

  • Bewerten Sie den Reifegrad der Nachhaltigkeit in Ihrem Einkauf
  • Definieren Sie gemeinsam mit dem Einkauf einen Fahrplan für die Dekarbonisierung und legen Sie fest, welche Kategorien und Lieferanten zu welchem Zeitpunkt angesprochen werden sollen
  • Definieren Sie Ziele gemeinsam mit dem Top-Management und dem CPO
  • Führen Sie Instrumente, Prozesse und Richtlinien ein, um das Lieferantenmanagement auf Nachhaltigkeit auszurichten
  • Führen Sie eine Berechnungsmethode für Emissionen ein
  • Beziehen Sie ESG-Kriterien mit Schwerpunkt auf Dekarbonisierung in den Einkaufsprozess ein, einschließlich der erforderlichen Instrumente und Richtlinien
  • Stellen Sie sicher, dass alle Einkäufer:innen entsprechende KPI haben

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