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Logistikberatung: Projektbeispiel eines internationalen Fahrzeugbauers

Wie ein internationaler Fahrzeugbauer mit unserer Logistikberatung seine Transportkosten optimiert und versteckte Potenziale umsetzt.

Über das Unternehmen

Ein global agierendes Unternehmen aus dem Fahrzeugbau mit mehreren eigenständigen Marken, das weltweit in seinen Werken über 25.000 Mitarbeiter beschäftigt, wollte seine Logistik optimieren und die Logistikkosten senken. Diese beliefen sich zu Projektbeginn auf mehr als 150 Millionen Euro.

Ziel

Im Rahmen der Logistikberatung galt es, Effizienzreserven im Logistiksystem zu mobilisieren und die Voraussetzung für weitere Frachtkostenreduzierungen zu schaffen. Ziel des Logistikberatungs-Projektes war, die Logistikkosten für das Unternehmen langfristig zu senken.

Herausforderungen

Die Logistikkompetenz der Unternehmensgruppe war bei einem eigenen zentralen Logistikdienstleister konzentriert, der die Eingangs- und Ausgangsfrachten der europäischen Werke gemeinsam mit den lokalen Versandabteilungen verantwortet. Eine Voruntersuchung ergab, dass die Logistikprozesse (Disposition, Kommissionierung, Verladung) je Werk individuell und unterschiedlich effizient organisiert wurden. Außerdem unterschied sich die Arbeitsteilung zwischen Werksabteilung und dem zentralen Dienstleister je nach Werk.

Der Frachteinkauf erfolgte nur teilweise zentral für die Gruppe. Jede Marke verfügte über eigene Logistikprozesse, die zum Teil von eigenen Mitarbeitern ausgeführt wurden. Ab Fertigstellung der Ware im Werk sollte der zentrale Logistikdienstleister die Ware für den Transport zum Kunden übernehmen. In der Praxis waren die Grenzen aber fließend. Schnittstellen zwischen Werk und dem eigenen Logistikdienstleister oder externen Spediteuren waren nicht eindeutig geregelt. Auch bei der eingesetzten Logistiksoftware gab es keine gruppenweiten Standards.

Umsetzung im Rahmen der Logistikberatung

Das Logistikberatungs-Projekt startete mit einer umfangreichen Datenerhebung. Neben den Standorten in Deutschland wurden weitere Länder in Europa untersucht. Die Optimierung des Logistik-Systems verlief in zwei Wellen: Welle eins umfasste Deutschland, Benelux und Spanien, die restlichen Länder sollten nach erfolgreicher Umsetzung als „Roll out“ in der Welle zwei folgen.

Die Aufgaben wurden im Rahmen der Logistikberatung in zwei Module zerlegt:

Im ersten Modul nahm der Einkauf zusammen mit einem cross-funktionalen Team zunächst alle Logistik-Ist-Prozesse auf. Vom Logistikeinkauf über die Tourenplanung, den Rechnungsprozess und die Kommissionierung wurden alle Stufen der Wertschöpfungskette und deren Spezifika wie etwa eingesetzte IT-Systeme analysiert sowie Stärken und Schwächen je Werk dargestellt.

Alle Versandprozesse sollten mittels Benchmarking optimiert und ein Best-Practice-Standardprozess entwickelt werden. Dies ging mit der Umsetzung einheitlicher Incoterms bei Inbound-Transporten und der Umstellung von „Delivered Duty Paid“ (DDP) auf „Ex Works“/„Ab Werk“ einher, um das Frachtvolumen zu erhöhen.

Im zweiten Schritt sollte eine einheitliche Schnittstelle zwischen den Versandabteilungen der Werke und dem zentralen Logistikdienstleister festgelegt werden. Die geänderten, optimierten Rahmenbedingungen für die Frachten würden die Nutzung von Transportkapazitäten der Spediteure deutlich erhöhen.

Im zweiten Modul wurden Ausschreibung und Verhandlung der Frachten für Inbound- und Outbound-Transporte untersucht. Alle Verträge inklusive Service-Level-Agreements, Preise und Konditionen kamen auf den Prüfstand. Sämtliche Logistikleistungen, die von Dritten bezogen wurden, wurden in einem Ausschreibungskalender zusammengefasst, in regionale Cluster eingeteilt, gebündelt und eine Reihenfolge gebildet, die in drei Wellen abgearbeitet wurde.

Das war wichtig, um einerseits eine effiziente Tourenplanung und optimale Auslastung der Spediteure in den Regionen zu ermöglichen und andererseits die Verhandlungsposition des Unternehmens gegenüber den Spediteuren zu verbessern.

Ergebnis der Logistikberatung

Durch die Logistikoptimierung in Form von Zentralisierung und Standardisierung der Logistik-Organisation ist es gelungen, die Komplexität des Logistikeinkaufs und -ablaufs des Fahrzeugbauers deutlich zu reduzieren und eine moderne und schlanke Logistik-Organisation zu etablieren.

Die Kosten sanken dank der Einführung effizienterer Abläufe im Transportmanagement der Werke.

Gleichzeitig verkürzten sich die Durchlaufzeiten und Fehlerquoten bei der Rampesteuerung. Auch die Auslastung der Spediteure verbesserte sich nachhaltig, weil Touren effizienter geplant wurden, sie mehr Zeitvorlauf hatten und Lade- und Wartezeiten sich verkürzten.

Durch die Einführung einer webbasierten Zulaufsteuerung für Inbound-Leistungen sanken der Aufwand in der Auftragserfassung und der Abstimmungsbedarf zwischen Lieferant, Materialdisposition und Transportmanagement deutlich. Die Etablierung eines zentralen Web-Tools auch für Outbound-Leistungen optimierte zudem die Informationsbasis für Spediteure. Alle Logistikpartner können per Internet jederzeit verfolgen, wo die Sendung gerade ist.

Durch höhere Volumina reduzierten sich Transportkosten weiter. So sanken etwa Frachtkosten durch Umstellung der Lieferbedingung von Delivered Duty Paid (DDP) auf „Ex Works“/„Ab Werk“. Fracht- und Zollgebühren, die bisher im Gesamtrechnungspreis enthalten waren, wurden transparent. Die weitere Analyse ergab, dass die Frachtraten des eigenen Spediteurs meist erheblich niedriger waren, als die im Rechnungspreis enthaltenen Frachtkostenanteile externer DDP-Lieferanten. Durch diese und andere Maßnahmen wird das Unternehmen über einen Zeitraum von drei Jahren Einsparungen im zweistelligen Millionenbereich erzielen.

 

 

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