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Projektbeispiel: „Nachhaltigkeit als Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg“ – dm Drogeriemarkt

„Nachhaltigkeit als Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg“

Ganzheitliche Daseinsoptimierung mit fairem Einkauf und partnerschaftlichem Lieferantenumgang

Mit der Eröffnung des ersten dm-drogerie marktes 1973 in Karlsruhe gründete Prof. Götz W. Werner ein Unternehmen, das ganzheitliches unternehmerisches und soziales Denken in den Mittelpunkt stellt. Respekt vor der Individualität des Menschen und vor dem regionalen Umfeld der Märkte wurde zur Grundlage für das organische Wachstum von dm-drogerie markt.

Mit einem Umsatz von 10,3 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2017 und europaweit mehr als 3.500 Filialen ist dm der führende Drogeriemarkt in Deutschland. Sowohl der wirtschaftliche Erfolg als auch zahlreiche Auszeichnungen und Preise unterstreichen die ganzheitliche Maxime die im Unternehmen tief verwurzelt ist.

„Entscheidend ist die Grundhaltung, die im gesamten Unternehmen gelebt wird“, sagt Erich Harsch, Vorsitzender der Geschäftsführung dm-drogerie markt. „Bei dm sind wir davon überzeugt, dass ein Unternehmen nur langfristig erfolgreich wirtschaften kann, wenn es gelingt, die wirtschaftlichen Belange mit den ökologischen und sozialen in Einklang zu bringen. Nachhaltigkeit verstehen wir nicht als Zustand, sondern als innere Haltung, die dem gesamten unternehmerischen Handeln zugrunde liegen muss. Nur so können wir mit dem nötigen Weitblick handeln, den es braucht, um zukunftsfähig zu bleiben. Nachhaltigkeit ist also kein Widerspruch zum wirtschaftlichen Erfolg, sondern vielmehr dessen Bedingung.“

Wie es dm gelungen ist, in einem sehr preissensiblen Markt diese Maxime sowohl im Einkauf als auch im Umgang mit den Lieferanten erfolgreich umzusetzen, beschreiben Erich Harsch und Markus Trojansky, dm-drogerie markt, im Gespräch mit INVERTO.

Inwiefern kennzeichnet Nachhaltigkeit den Umgang mit Ihren Lieferanten...

…und wie gelingt es gleichzeitig markttypische Preise zu erzielen?

„Im Umgang mit unseren Partnern legen wir großen Wert auf langfristige Partnerschaften, die auf Fairness und Transparenz beruhen, daher suchen wir unsere Lieferanten sehr sorgfältig aus. Wir arbeiten zum Beispiel bei der Entwicklung unserer dm-Qualitätsmarken grundsätzlich nur mit Lieferanten zusammen, die sich verpflichten, nach internationalen Qualitätsstandards und unter Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen zu produzieren.

Dass sich partnerschaftliche Beziehungen und günstige Preise nicht ausschließen, gelingt unserer Erfahrung nach immer dann, wenn beide Seiten von der Partnerschaft profitieren. Dazu führen wir Jahresgespräche mit unseren Lieferanten und machen immer wieder Ausschreibungen, um markttypische Preise zu ermitteln. Außerdem arbeiten wir nicht nur mit einem oder wenigen Lieferanten zusammen, sondern mit mehreren. Langjährige Partner haben bei uns jedoch Vorrang. Auf diese Weise können wir die Balance zwischen beidem sehr gut halten.“

Wie stellen Sie sicher, dass Einkauf bei dm auch tatsächlich nachhaltig ist?

„Nachhaltigkeit ist eine der Grundmaximen unseres Unternehmens, insofern will und muss auch der Einkauf von dm dazu beitragen, dass nachhaltig gewirtschaftet wird. Und der Erfolg gibt uns recht: Beispielsweise wurde unsere alverde Naturkosmetik zu einer der drei nachhaltigsten Marken Deutschlands gewählt. Laut Jury spiegelt sich bei diesen Marken das Thema Nachhaltigkeit konsistent in Markenstrategie und Markenkern wider. Und das ist ganz klar auch ein Erfolg unseres Einkaufs.

Generell sehen wir uns in der Verantwortung, unseren Kunden ein bewusstes Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Dazu gehört es auch, ökologische Vor- und Nachteile von Produkten mittels Angaben oder Siegeln für unsere Kunden transparent zu machen. Darüber hinaus optimieren wir auch stetig unsere Logistik, denn die langfristige Reduzierung von CO2-Emissionen ist für uns im Sinne eines nachhaltigen und verantwortungsvollen Wirtschaftens von zentraler Bedeutung. All dies berücksichtigt der Einkauf bei seinen Entscheidungen.“

Könnten Sie uns ein konkretes Beschaffungsbeispiel nennen...

…das ganz gezielt das Thema Nachhaltigkeit verfolgt?

„In einem Einkaufsprojekt haben wir vor einiger Zeit unsere Abreißflachbeutel auf Recyclingmaterial umgestellt. Unser Einkauf hatte damals die Vorgabe, einen Lieferanten zu finden, der Abreißflachbeutel aus biologisch abbaubarem Material in großer Stückzahl für uns herstellen konnte. Der Einkauf startete zunächst eine Ausschreibung mit dem Ziel, einen Hersteller für strapazierfähige und gleichzeitig umweltfreundliche Beutel zu finden.

Die Suche nach entsprechenden Lieferanten gestaltete sich relativ schwierig, da es kaum Hersteller gibt, die diese umweltfreundlichen Materialien verarbeiten. Schließlich wurden unsere Einkäufer in Spanien und Deutschland fündig und nahmen die Verhandlungen mit zwei Lieferanten auf. Beide boten die gleiche Qualität zum gleichen Preis an. Am Ende haben wir uns dann aber doch für den deutschen Lieferanten entschieden. Den Ausschlag gaben die geringeren Transportkosten und die bessere Umweltverträglichkeit durch kürzere Transportwege.

Sie sehen an diesem Beispiel sehr konkret, dass unsere Einkaufsinitiativen nicht eindimensional sind, sondern in diesem Fall neben der Vorgabe des biologisch abbaubaren Materials auch die Reduktion von CO2-Emissionen berücksichtigen und damit im besten Sinne nachhaltig sind.“

Nehmen Kunden von dm das Nachhaltigkeitsengagement wahr...

…und glauben Sie, dass es für die Kaufentscheidung relevant ist?

„Das uns das Thema Nachhaltigkeit am Herzen liegt, wird für unsere Kunden an vielen Stellen in unserem Sortiment sichtbar. Um die Vorteile eines Produkts im Sinne der Nachhaltigkeit für die Kunden hervorzuheben, tragen immer mehr Produkt-Verpackungen das dm-Nachhaltigkeitskleeblatt.

Die Bio-Produkte tragen das Bio-Siegel und die Babytextilien der dm-Qualitätsmarke Alana sowie das Grobstricksortiment unserer Marke Fascíno sind mit dem GOTS-Siegel gekennzeichnet. Dieses Siegel steht für „Global Organic Textile Standard“ und legt weltweit verbindliche Anforderungen für jede einzelne Phase des Herstellungsprozesses für Naturtextilien fest. Produkte unserer alverde Naturkosmetik tragen das Siegel des BDIH, das für kontrollierte Naturkosmetik steht, und die Vegan-Blume, die für tierbestandteil- und tierversuchsfreie Produkte bürgt.

Außerdem ist auch die Verwendung von zertifiziertem Papier bei Broschüren und unserer Kundenzeitschrift alverde für die Kunden nachvollziehbar, da wir auch hier mit Siegeln des FSC (Forest Stewardship Council) und des PEFC (Waldzertifizierungssystem „Programme for Endorsement of Forest Certification Schemes“) arbeiten. Wir wissen, dass viele unserer Kunden ganz bewusst einkaufen und zum Beispiel genau darauf achten, ob ein Produkt umweltverträglich und ohne Tierversuche entwickelt wurde, ob die Verpackung recyclebar ist und ob es unter menschenwürdigen Bedingungen produziert wurde. Dazu sind unsere Siegel hilfreich. Neben der ökologischen Nachhaltigkeit ist für uns aber auch die soziale Nachhaltigkeit entscheidend.

So gehen wir bei dm fair mit unseren Mitarbeitern um, weil uns deren Fähigkeiten und Persönlichkeitsentwicklung ein echtes Anliegen sind. Wir setzen auf gute und kontinuierliche Beziehungen zu unseren Lieferanten. Unsere langfristig angelegten Partnerschaften ermöglichen eine gemeinsame, nachhaltige Entwicklung und Herstellung von Produkten. Alle unsere Produkte werden in Deutschland produziert, dies stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland, sichert Arbeitsplätze und verkürzt die Transportwege. All dies schätzen unsere Kunden. Bestnoten in Kundenbefragungen wie beispielsweise im jährlichen Kundenmonitor Deutschland belegen dies regelmäßig.“

Projekte

Die REWE GROUP optimiert im Projekt mit INVERTO den internationalen Eigenmarkeneinkauf.

Windeln.de: Optimierung des Rohertrages durch strategische Verhandlungen und Jahresgespräche.

Wie INVERTO Amorelie bei der Professionalisierung der Einkaufsfunktion unterstützt.



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