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Kundenmagazin Ausgabe 3-2020:<br>Nachhaltigkeitsziele erreichen – Nicht ohne den Einkauf!

Kundenmagazin Ausgabe 3-2020:
Nachhaltigkeitsziele erreichen – Nicht ohne den Einkauf!

Unternehmen müssen sich zunehmend an ihren Nachhaltigkeitsstrategien messen lassen, Kunden, Geschäftspartner, Investoren und Mitarbeiter achten verstärkt darauf. Das lässt auch den Einkauf nicht unberührt. Ergänzend zur Kostenersparnis geht es zunehmend um die Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien.

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Nachhaltige Lieferketten: Was kann der Einkauf tun?

Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, erfordert meist eine grundlegende Transformation –  einen wichtigen Teil dieser muss der Einkauf leisten. Als Schnittstelle zu den Lieferanten kommt ihm eine große Verantwortung beim Erreichen der Nachhaltigkeitsziele zu.  Seine Aufgabe ist es, die Stabilität der Lieferketten zu stärken, dafür zu sorgen, dass die Zulieferer Nachhaltigkeitskriterien erfüllen und dass bei den Geschäftspartnern keine Risiken schlummern, die Bilanz und Reputation der eigenen Firma beschädigen könnten.

Das erfordert einen grundlegenden Paradigmenwechsel: Bisher haben Einkaufsabteilungen ihren Erfolg meist über Kostenführerschaft definiert. Die Bedarfe sollten möglichst günstig beschafft werden, Nachhaltigkeitsaspekte standen im Hintergrund.

Es geht aber nicht darum, wirtschaftliche Überlegungen hinten an zu stellen. Die Kunst liegt darin, eine gute Balance zwischen Finanz- und Nachhaltigkeitszielen zu finden, die sich gleichermaßen in den Zielvereinbarungen des Einkaufs als Ganzes und für jeden Mitarbeiter wiederfinden.

Aus der Rolle des Einkaufs ergeben sich 4 Schlüsselziele für CPOs

  • Identifizieren und Priorisieren von Nachhaltigkeitsbelangen in der Supply Chain
  • Integration von Nachhaltigkeitsfaktoren in das Führungssystem des Einkaufs und Befähigung der Organisation
  • Effektive Umsetzung maßgeschneiderter Maßnahmen im Lieferantennetzwerk
  • Controlling der relevanten Auswirkungen und Vorantreiben von Optimierungsmaßnahmen

 

Voraussetzungen für nachhaltiges Lieferkettenmanagement schaffen

Die größte Hürde bei der Neuaufstellung des Einkaufs ist, dass die Umsetzung außerhalb des Einflussbereichs des eigenen Unternehmens liegt – die Lieferanten entlang der Lieferketten müssen bei einem ernsthaften Nachhaltigkeitsprogramm eng eingebunden werden. Im Rahmen der Analyse müssen Einkäufer prüfen, welche Zielvorgaben sie den Partnern bisher gemacht und wie sie diese kontrolliert haben. Gibt es überhaupt entsprechende Daten und der Zugriff möglich? Das ist zwar schon an und für sich eine große Herausforderung, aber auch eine unbedingte Voraussetzung für das nachhaltige Lieferkettenmanagement.

Weitere Information zur Diagnose, Roadmap, Umsetzung und begleitendem Change Management entnehmen Sie dem vollständigen Leitartikel „Nachhaltigkeitsziele erreichen – Nicht ohne den Einkauf!“

Fazit: Einkauf als Treiber für die Transformationsprozesse

Visualisierung: Fazit zu nachhaltigen LieferkettenDer Klimawandel verlangt der Gesellschaft viel ab, auch den Unternehmen. Doch so aufwendig diese Maßnahmen erscheinen mögen, angesichts der jetzt schon sichtbaren Folgen sind sie alternativlos. Hinzu kommt der finanzielle Anreiz: Investoren legen immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit. Gerade die großen, institutionellen Investoren wie Blackrock haben Nachhaltigkeitskriterien definiert, die bei der Entscheidung für oder gegen eine Beteiligung zugrunde gelegt werden.

Da der Einkauf für einen Großteil der Ressourcen in der Lieferkette verantwortlich ist, kommt ihm eine entscheidende Rolle zu. Aufgrund der engen Kontakte zum Lieferantennetzwerk reicht sein Einfluss weit über das eigene Unternehmen hinaus. Insofern kann er der gesellschaftlichen Verantwortung besonders gerecht werden und im Idealfall auch intern als Treiber für die Transformationsprozesse in anderen Unternehmensteilen dienen.

Ausführliche Inhalte des Leitartikels:

  • Abgrenzung Nachhaltigkeitsbegriff (ESG-Kriterien)
  • Corporate Social Responsibility
  • Environmental Benefits
  • Nachhaltige Lieferketten
  • Lieferantennetzwerke / Ökosysteme
  • Vorteile für das eigene Unternehmen
  • Sustainable Procurement: Rolle des Einkaufs
  • Wie konkret gestalte ich meinen Einkauf nachhaltig?
  • Interview mit BCG Managing Director Patrick Herhold zum Thema Nachhaltigkeit in Unternehmen

Weitere Themen in der Magazinausgabe:

  • Nachhaltige Verpackungen
  • Regionale Lieferketten
  • Rohstoffmanagement in der Krise
  • Interview mit Managing Director Philipp zu zukünftigen Herausforderungen

Editorial lesen

Liebe Leserinnen und Leser,

Die COVID-19 Krise beschäftigt uns derzeit im Geschäftlichen als auch im Privaten und stellt den Alltag und viele Entscheidungen auf den Kopf. Doch die aktuelle Krise bietet auch die Chance, Unternehmensstrukturen und Prozesse komplett neu zu denken. Dem Klimawandel zu begegnen und einen nachhaltigen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, ist dabei sicher eine der wichtigsten, aber auch komplexesten Herausforderungen. In unserer Titelstory zeigen wir, wie Sie sich diesem Thema nähern können und welchen Beitrag der Einkauf auf dem Weg zum nachhaltigen Unternehmen leisten kann.

Gerade die Konsumgüterhersteller und Händler bekommen den Wunsch der Konsumenten nach mehr Nachhaltigkeit zu spüren. Wir haben untersucht, welche Möglichkeiten es bei Nachhaltigen Verpackungen gibt und zeigen auf, wie die Regionalisierung von Lieferketten gelingen kann.

Der erste und wichtigste Schritt aller Projekte zur Steigerung der Nachhaltigkeit ist das Schaffen von Transparenz – denn diese bildet die Basis für alle Maßnahmen. Dass es aber gerade an dieser in vielen Unternehmen mangelt, offenbart auch unsere aktuelle Rohstoffstudie, deren Ergebnisse wir Ihnen vorstellen.

Viel Spaß beim Lesen und bleiben Sie gesund,

Thibault Pucken, im Namen des MD-Kreises

Lesen Sie in der Titelstory unseres digitalen Magazins, wie Sie dies in der Praxis umsetzen und erfahren Sie in unseren Experteninterviews, welche Rolle der Einkauf zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele in den Unternehmen spielt.

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Über die Autoren:

Dr. Markus Bergauer

Markus ist Managing Director und Gründer von INVERTO. Auf Basis seiner langjährigen Beratungserfahrung in Einkauf und SCM unterstützt er Unternehmen aus der Investitionsgüterindustrie, der Automobilbranche und Dienstleister bei der Transformation der Einkaufsfunktion sowie der Konzeption und Umsetzung von Projekten zur nachhaltigen Performance-Steigerung.

Katharina Erfort

Katharina ist Project Manager bei INVERTO in London. Sie berät Kunden aus der Prozessindustrie, dem Fahrzeugbau und dem Handel bei der Umsetzung von internationalen Einkaufsprojekten. Im Rahmen dessen hat sie sich insbesondere mit dem nachhaltigen Einkauf beschäftigt.

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