SMI-02-2021 People@INVERTO

INVERTO Büro Großbritannien: „Der nächste Akt in der INVERTO-Geschichte“

Seit über einem Jahr ist Thibault Lecat Geschäftsführer von INVERTO in London. Er ist Experte für die Transformation und Digitalisierung des Einkaufs. Sein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und dem Einsatz zukunftssicherer Geschäftsmodelle, die sich an schnell verändernde Geschäftsumgebungen anpassen können. Im Interview berichtet er, wie er selbst sich im letzten Jahr an die neuen Gegebenheiten angepasst hat, wie er sein erstes Jahr bei INVERTO erlebt hat und wie es für das UK Team weiter geht.

Wie sind Sie auf das Thema Einkaufsberatung gekommen?

Nach meinem Studium in Frankreich, Kanada und Australien startete ich zunächst als Softwareentwickler und habe damals in London und Hongkong gearbeitet. Mit dem Thema Einkaufsoptimierung bin ich nach meinen Wechsel zu einem führenden Beratungsunternehmen das erste Mal in Kontakt gekommen.

Warum dann der Wechsel zu INVERTO?

Als ich die Möglichkeit bekam, bei INVERTO einzusteigen, musste ich nicht lange überlegen – die Idee, INVERTO in UK von Grund auf zu formen, Prozesse zu gestalten und die Position im Markt zu stärken, hat mich sehr gereizt. Durch die enge Zusammenarbeit mit BCG sind wir die einzigen, die die C-Level Agenda vorantreiben können und gleichzeitig die Umsetzungsstärke bieten, die Strategie in die Realität umzusetzen.

Diese Umsetzungsstärke, gepaart mit tiefer Expertise in den Beschaffungskategorien sowie passender Tools und Datenbanken, haben mich von vornherein beeindruckt. Doch auch die starke und unterstützende Kultur von INVERTO hat eine Rolle bei meiner Entscheidung gespielt.

Wie haben Sie Ihr erstes Jahr bei INVERTO erlebt, haben sich die Erwartungen erfüllt?

Nicht wirklich – drei Wochen nach meinem Einstieg „schlug“ COVID zu, was natürlich alles veränderte. Anstatt zu Kunden zu fahren, verbrachte ich die meiste Zeit zu Hause, mein erstes persönliches Treffen mit einem Kunden erlebte ich tatsächlich erst neun Monate nach meinem Start.

Dennoch glaube ich, dass wir die Situation gut gemeistert haben. Was INVERTO für mich auszeichnet, ist die pragmatische Herangehensweise an die Lösung von Problemen und das Gefühl des Zusammenhaltens. Jeder im Unternehmen hat die Entwicklung des Londoner Standortes unglaublich unterstützt und wir haben COVID-bedingte Ausfallzeiten sinnvoll genutzt, um unsere Kernkompetenzen zu stärken und einige unserer Angebote sowie interne Strukturen zu optimieren.

Wie schaffen Sie es, das Team in Corona-Zeiten zusammenzuhalten?

Das Gefühl, gemeinsam etwas zu erreichen und Unternehmensprozesse zu gestalten, hat uns schon sehr eng zusammengeschweißt. Um dieses Gefühl von der geschäftlichen auf die persönliche Ebene zu heben, haben wir im letzten Jahr sehr viele informelle Events organisiert, von virtuellen Spielen über Kochevents, Casinoabende und Weinverkostungen.
Um jeden einzelnen Mitarbeiter persönlich kennenzulernen und zu motivieren, versuche ich zudem so oft wie möglich persönliche Einzelgespräche mit meinen Team-Mitgliedern zu führen. Und schließlich finde ich es wichtig, dass wir unsere Mitarbeiter dabei unterstützen, remote möglichst effektiv zu arbeiten und mit der Arbeitsbelastung in den Projekten umzugehen.

Was ist in den Projekten derzeit besonders wichtig? Vor welchen Herausforderungen stehen die Unternehmen in Großbritannien aktuell?

Der anhaltende Druck auf die Marge und damit verbunden die Aufgabe, Kosten zu senken, steht für die meisten Unternehmen nach wie vor im Fokus, Corona hat das für einige Branchen nochmal verstärkt. Zudem beobachten wir aber auch, dass immer mehr Unternehmen sich die Frage stellen, wofür genau ihr Einkauf steht und auf welche Weise er einen Mehrwert für das Unternehmen liefern kann. Und natürlich beschäftigen sich die Einkaufsabteilungen in Großbritannien auch vermehrt mit geopolitischen Faktoren, Risikomanagement und Nachhaltigkeit.

Gibt es Unterschiede zu anderen europäischen Märkten?

Die geschäftliche Reaktion auf Covid war sehr unterschiedlich. Die britische Wirtschaft wurde zum Teil stärker, aber dafür eher kurzfristig getroffen. Das aktuelle Impfprogramm hat sehr positive Signale gesendet, so dass das Land gestärkt zurückkommt und die Wirtschaft sehr schnell wieder anzieht. Eine weitere einzigartige Entwicklung ist natürlich der Brexit, der ja nun noch on top kam. Letztlich hat dieser einigen Unternehmen aber sogar geholfen.

Wie das? Welche Rolle spielt der BREXIT?

Viele Unternehmen haben ihre Lieferbestände vor dem Brexit aufgestockt. Da die Auswirkungen des Brexit nicht so „schlimm“ waren wie befürchtet, konnten sie dieses Polster nun während der Pandemie nutzen und so besser durch die Krise kommen.

Welche Schritte plant INVERTO, um bei diesen Marktgegebenheiten Fuß zu fassen? Was sind die konkreten Ziele?

Unser Ziel ist es, die Marke INVERTO weiter auszubauen und als bevorzugter Partner im Bereich Einkauf wahrgenommen zu werden. Um dies zu erreichen, wollen wir in diesem Jahr das Führungsteam in London weiter ausbauen und weiterhin eng mit BCG zusammenarbeiten, um unseren Kunden die besten Lösungen bieten zu können. Und schließlich wollen wir mit hervorragender Qualität und optimalen Ergebnissen überzeugen. All dies ist natürlich nur möglich, indem wir das Team vor Ort weiter stärken. Ich bin auch stolzer Sponsor der „Very Diverse, Very INVERTO“ Initiative, da ich glaube, dass Vielfalt die Grundlage für jedes großartige Team ist. Auch das Vorantreiben der Nachhaltigkeit und die Bewahrung unserer eng verbundenen Kultur werden weiterhin Priorität haben.

Was ist Ihnen persönlich in Ihrer Freizeit wichtig, wie verbringen Sie die arbeitsfreie Zeit?

Bis vor kurzem war ich Teil einer semiprofessionellen Theatertruppe, die in ganz London Shows aufführte. Obwohl das Publikum relativ klein war (ca. 150 Plätze), war es eine unglaubliche Erfahrung, vor „Fremden“ zu stehen und für ein paar Stunden Shakespeares Oberon oder Feydeaus Monsieur Tournel oder sogar Oscar Wildes Lord Darlington zu sein. Ansonsten liebe ich alles, was mein Herz höher schlagen lässt, wie motorisiertes Gleitschirmfliegen, Snowboarding, Fallschirmspringen und Tauchen.

Was sollte bei einem Trip nach London unbedingt auf unserer „Bucket List“ stehen?

Für mich als Theater-Enthusiast ganz klar „Secret Cinema“ – ein virtuelles Kinoerlebnis, bei dem man sich verkleidet und in der Rolle eines Protagonisten in ein physisches Universum eintritt, das komplett auf dem ausgewählten Film basiert. Sie können mit den Charakteren interagieren und werden Teil der Geschichte!