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Lead Times: Hauptsache zuverlässig!

Lead Times: Hauptsache zuverlässig!

Steigende Rohstoffpreise, Transportkosten oder Zolltarife üben Druck auf die eigene Marge aus. Aber nichts ist so teuer wie eine stehende Produktion. Deswegen sind die Lead Times verstärkt in den Fokus gerückt. Die Frage ist dabei nicht so sehr, ob Transporte schnell oder kostengünstig sind, sondern: Stabil und zuverlässig sollen sie sein. Dies war der Tenor unserer Lead Times Recherche Bestätigt wurde dies auch im Rahmen von Experteninterviews. Einer dieser Experten, Henning Körner von Olympus, berichtet im Interview von seinen Erfahrungen.

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SMI Kundenmagazin 02/2021: PROFESSIONELLES RISIKOMANAGEMENT – Gefahren voraussehen und navigieren“:

  • Professionelles Risikomanagement: Schonungslos analysieren und aktive entgegensteuern
  • Vorausschauendes Risikomanagement: Reagieren, bevor die Ampel auf rot springt
  • Risiko-Management Tools: Experteninterview mit Heiko Schwarz, CEO des Start-ups riskmethods
  • Lieferkettengesetz: Licht ins Dunkel bringen
  • Lead Times: Experteninterview mit Henning Körner, Global Strategic Lead Buyer Supply Chain Management
  • Private Equity: Klare Ziele und professionelle Methoden
  • People @ INVERTO: INVERTO Büro Großbritannien

Neben dem Artikel zur Lead Times Studie finden Sie in unserem Kundenmagazin ein Interview mit dem Experten Henning Körner zum Thema „Zuverlässige Lead Times sicherstellen“ und viele weitere spannende Inhalte zum Thema Risikomanagement

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Neu ausgerichtete Supply Chains: 4 Trends

Pünktliche Lieferungen selbst um den halben Globus hatte man jahrelang als selbstverständlich wahrgenommen. Dann kam Corona, und die dadurch bedingten Veränderungen im Transportwesen halten bis heute an: Frachtraten für See- und Luftfracht sind teilweise drastisch gestiegen, während die Zuverlässigkeit deutlich abnahm.

Quer durch alle Wirtschaftszweige sind Unternehmen deswegen gezwungen, ihre bisherigen Lead Times Strategien zu überdenken und im Einklang mit eventuell neu gestalteten Supply Chains auszurichten. Wir haben vier Trends ausgemacht:

Einbeziehung regionaler Lieferanten

Viele Unternehmen denken über die Qualifikation regionaler Lieferanten nach. Oft sollen regionale Anbieter die etablierten Strukturen jedoch nicht ersetzen, sondern ergänzen. Ziel ist es, durch Diversifizierung die Stabilität zu erhöhen und die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Regionen zu verringern. Laut Aussagen der von uns interviewten Experten aus der Automobilindustrie und dem Maschinenbau wissen wir allerdings, dass diese Branchen bei zentralen Komponenten Single Sourcing Strategien betreiben. Wo immer möglich, sollten Unternehmen jedoch auf verschiedene Anbieter setzen, auch wenn dies den Abstimmungs- und Prüfaufwand erhöht.

Erhöhung der Lagerbestände

Viele Unternehmen hatten vor der Coronapandemie nurkleine Lager und vertrauten auf Just-in-time-Lieferungen. Da jetzt die Unwägbarkeiten dominieren, hat der Aufbau größerer Lagerbestände signifikant zugenommen. Zugleich investieren Unternehmen in digitale Lagermanagementsysteme, um jederzeit Transparenz über die Bestände zu haben. Auch werden Lieferanten stärker dazu verpflichtet, für Liefersicherheit zu sorgen.

Wechsel der Transportmittel

Weil die Kapazitäten in der Luftfracht drastisch geschrumpft und deutlich teurer geworden sind, waren Unternehmen, die vor der Pandemie überwiegend darauf setzten, gezwungen, sich nach Alternativen umzuschauen. Die Suche war nicht überall von Erfolg gekrönt – so berichtet etwa Henning Körner, Global Strategic Buyer von Olympus, dass der Transport über die Schiene oder Hybridmodelle für die empfindlichen Produkte der Medtech-Firma keine Option sind. Langfristig will Olympus verstärkt auf Seefracht setzen (siehe Interview). Insgesamt lässt sich beobachten, dass viele Unternehmen flexibler bei der Wahl der Mittel geworden sind. Priorität hat auch hier die Zuverlässigkeit.

Digitalisierung

Die instabilen Lieferketten der vergangenen Monate haben vielfach einen eklatanten Mangel an Transparenz ans Licht gebracht. Um diese entlang der gesamten Lieferkette zu schaffen, investieren Unternehmen quer durch alle Branchen in digitale Lösungen. Nur eine durchgängige Digitalisierung der Supply Chain ermöglicht, Lieferungen in Echtzeit zu tracken und bei Eintritt eines Risikos schnell reagieren zu können. Die Integration externer Quellen sowie die Schaffung von Schnittstellen zu Lieferanten und Kunden wird zu den wesentlichen Aufgaben der kommenden Jahre gehören.

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Über die Autoren:

Jan Mersmann:

Jan Mersmann ist Senior Project Manager bei INVERTO in Köln. Er berät Kunden aus der Automobilbranche, Medizintechnik und der Prozessindustrie. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Prozessoptimierung und die Digitalisierung von Lieferketten.

Emiliano Müller Valle:

Emiliano Müller Valle ist Consultant im Münchener INVERTO Office. Sein Schwerpunkt liegt in der Beratung von Automobilkonzernen und -zulieferern. Hier befasst er sich überwiegend mit Supply Chain Management und Logistik.

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