Telefonnummer

+49 221 485 687 0

Suche

Sprache wählen

deDeutsch
Headergrafik

Beifahrer oder Steuermann: Die neue Rolle des Einkaufs

Der Einkauf hat jetzt die Chance, Entwicklungen im Rahmen der Industrie 4.0 aktiv mitzugestalten. Halt machen wird die Digitalisierung vor seiner Tür jedenfalls nicht.

Die vierte industrielle Revolution ist derzeit eines der Top-Themen in den Managementetagen deutscher Konzerne. Fabriken und Lieferanten sollen vernetzt werden, um ressourcenschonender und in individueller Losgröße produzieren zu können – soweit die Theorie. In der Praxis aber klafft noch eine große Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit, wenn es um übergreifende Strategien und Umsetzungsmaßnahmen geht, wie eine Studie von INVERTO zeigt. In der Praxis ist es derzeit so, dass einzelne Unternehmensbereiche individuelle Lösungen entwickeln. Da jedoch alle Bereiche von Industrie 4.0 betroffen sind, ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise und eine unternehmensweite Strategie erforderlich.

Denn der Weg zur Industrie 4.0 umfasst mehr als reine Systemimplementierungen. Vernetzung, Digitalisierung und Automatisierung funktionieren erst dann, wenn zuvor eine ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungskette vorgenommen wurde und alle Abteilungen involviert sind.

Eine solche Analyse sollten SCM-Verantwortliche gemeinsam mit dem Einkauf durchführen, da dieser für die anschließende Beschaffung der passenden Lösungen zuständig ist. Dies bietet dem Einkauf die Chance, sich als Steuermann für die Digitalisierung zu positionieren, weil er über die meisten Schnittstellen zu internen und externen Stakeholdern verfügt. Er ist damit in der Lage, die gesamte Supply Chain zu überblicken und Informationen allen Abteilungen zugänglich zu machen.

Investitionen in IT-Infrastruktur notwendig

Eine umfassende Transparenz und Datenverfügbarkeit ist einer der Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Transformation zur Industrie 4.0. Dafür müssen viele Unternehmen ihre IT-Infrastruktur modernisieren und nachrüsten. Die Auswahl von passenden IT-Lösungen ist dabei alles andere als trivial. Damit der Einkauf entsprechendes Know-how über spezifische Hard- und Software für die Vernetzung der Supply Chain Partner aufbauen kann, sollte er sich eng mit der IT-Abteilung vernetzen und regelmäßig Fachwissen austauschen.

Für die Dienstleister-Auswahl und -Bewertung werden neue Kriterien notwendig. Neben Preis und Leistung ist die Möglichkeit zur digitalen Vernetzung von Systemen und Prozessen des Lieferanten ein zentrales Entscheidungskriterium. Um die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit, die viele Vorteile der Industrie 4.0 überhaupt erst erschließt zu ermöglichen, sollten Einkaufs- und Supply Chain Manager Pläne entwickeln, wie sie die Zulieferer und Partner bestmöglich in die Wertschöpfung einbinden. Die Bandbreite reicht von der Schaffung gemeinsamer Plattformen und Standards über das Teilen bestimmter Informationen – etwa Betriebsdaten von Maschinen – bis zu gezielten Investitionen in die gemeinsame Innovationsentwicklung.

Einkaufsfunktion wird strategischer

Damit wächst auch die Komplexität beim Lieferanten- und Partnermanagement: Die Fremdfirmen und deren Maschinen, Produkte oder Dienstleistungen müssen per Schnittstellen und Clouds mit der eigenen Supply Chain vernetzt werden und die dafür notwendigen Abläufe beschrieben werden. Dadurch entstehen neue, teils stark technologiebezogene Risiken, die gemanagt werden müssen: Zu Versorgungs- und Ausfallgefahren kommen solche hinzu, die IT-Sicherheit, Datenschutz sowie Compliance betreffen.

Im Gegenzug fallen operative Dispositionsvorgänge weg – beispielsweise dann, wenn Maschinen Materialbedarfe auf Basis des aktuellen Bestands und der prognostizierten Absatzmenge berechnen und eigenständig bestellen. Weil sich manuelle Tätigkeiten erübrigen, lassen sich so auch mögliche Fehlerquellen reduzieren. Gleichzeitig werden neue softwarebasierte Applikationen das Datenmanagement und die Steuerung erleichtern. Tritt beispielsweise ein Problem mit einem Teil in der Lieferkette auf, erhalten Einkäufer und Produktionsmitarbeiter eine entsprechende Nachricht und einen Vorschlag per App für Ersatz zu sorgen.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.

 

 

 

  • Köln
  • Kopenhagen
  • London
  • München
  • Shanghai
  • Stockholm
  • Wien

We deliver results.