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02.01.20 – MBI Einkäufer im Markt: Inverto-Rohstoffstudie – Einkäufer fürchten schwankende Preise

Die Angst vor Preissteigerungen überwiegt bei den Einkäufern von NE-Metallen derzeit die Sorge vor Versorgungsproblemen. Das geht aus der jüngsten Rohstoffstudie der Unternehmensberatung Inverto hervor. So gehen 40 Prozent der Studienteilnehmer aus dem NE-Metallbereich von Preissteigerungen bei Aluminium und Kupfer aus. Deutlich über 40 Prozent sehen bei diesen beiden Industriemetallen sogar die größte Gefahr von Preissteigerungen. „Einkäufer für NE-Metalle gehen in den kommenden Jahren von einem Preisanstieg für Aluminium und Kupfer aus. Das kann vor allem an den verhältnismäßig niedrigen Preisen der beiden Rohstoffe liegen“, analysiert Lars-Peter Häfele, Managing Director und Rohstoffexperte von Inverto, im Gespräch mit MBI Einkäufer im Markt.

Insbesondere schwankende Rohstoffpreise sowie Strafzölle dürften laut Häfele die Einkaufstätigkeiten in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen. Denn nach Aussage der Studienteilnehmer aus dem NE-Metallbereich stellen schwankende Rohstoffpreise (bei 84 Prozent der Befragten) sowie Strafzölle (64 Prozent) das größte Handelsrisiko dar – noch vor einer Veränderung von Regularien und Gesetzesvorgaben mit 48 Prozent und einem erhöhten Wettbewerb um knappe Rohstoffe mit 40 Prozent.

Staatliche Absicherung gewünscht

Eine strategische Rohstoffsicherung durch die Politik ist daher für die befragten Markteilnehmer aus der NE-Metallbranche wichtiger als für diejenigen aus anderen Rohstoffbereichen. So wünschen sich zwischen 40 und 80 Prozent der Einkäufer von NE-Metallen, dass die Politik den Bezug von Rohstoffen auf nationaler und internationaler Ebene absichern sollte.

„Strafzölle sind nach Aussage der Teilnehmer aus dem NE-Metallbereich eines der größten Handelsrisiken, die die Einkaufstätigkeiten in den nächsten Jahren beeinflussen werden. Die nationale und internationale Sicherung der Rohstoffe durch die Politik könnte deshalb ein möglicher Lösungsweg sein, um Strafzölle zu vermeiden. Vor allem aber muss die Politik auf internationaler Ebene aktiv darauf hinarbeiten, Strafzölle zu reduzieren, abzuschaffen bzw. zu verhindern“, sagte Häfele.

Noch viel Potenzial in Materialeinsparung

Unternehmen können dem Rohstoffexperten zufolge ihr Versorgungsrisiko verringern und das Rohstoffmanagement optimieren, indem sie Projekte zur Reduzierung des Materialeinsatzes verfolgen und/oder Materialien substituieren. „Das ist vor allem relevant für Unternehmen, die nicht in ihre eigene Rohstoffversorgung investieren wollen.“ Projekte zur Reduzierung des Materialeinsatzes halten 70 Prozent der Studienteilnehmer für geeignet und 65 Prozent setzen zudem auf Entwicklungsprojekte zur Materialsubstitution.

Als geeignete Maßnahmen gelten vielen Einkäufern auch das Rohstoffrecycling (52 Prozent) und der Einsatz von Business Intelligence Tools (57 Prozent). Diese Maßnahmen werden laut Häfele bisher in der Praxis jedoch nicht vollumfänglich umgesetzt. Eine Analyse der Supply Chain, die Optimierung der Lagerbestände, die Implementierung eines standardisierten Berichtswesens sowie langfristige Preisfixierungen mit Lieferanten werden von den meisten Studienteilnehmern aus dem NE-Metallbereich zwar verwendet, aber als nicht besonders geeignet eingeschätzt.

Erschienen in der MBI Infosource am 02. Januar 2020 auf Seite 6.
Autor: Christine Büttner

www.mbi-infosource.de

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