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Empfehlungen für die Praxis von PE-Experte Jens Kiebler

„Private Equity Firmen müssen mehr machen!“

Auf diese einfache Formel bringt es Jens Kiebler, Principal bei INVERTO und Experte für Private Equity. Außerdem gilt: Die ersten 100 Tage nach Vertragsabschluss fordern den Einkauf.



Machbares fördern

Erfahrungsgemäß schaffen es die Einkäufer der Portfoliounternehmen nicht allein, Einsparungen in signifikanter Höhe zu erzielen. Idealerweise erhalten Sie Unterstützung durch Einkaufsexperten aus der Private Equity Gesellschaft oder von externen Beratern. Diese bringen das Wissen und die Zeit mit, die im Tagesgeschäft fehlen. Die Einkäufer der Beteiligung können damit auch Know-How für ihre Tätigkeit nach dem Einkaufsprojekt erwerben. So wird es möglich, komplexere Strategien nicht nur während der Kooperation mit den externen Beratern anzuwenden, sondern nachhaltig im Einkaufteam zu verankern.


Erfolge fordern


Erwiesenermaßen erreichen Portfolio-Unternehmen höhere Einsparungen, wenn die Private Equity Firma klare Ziele vorgibt. Auf Basis einer Potenzialanalyse sollten diese Ziele abgeleitet und transparent kommuniziert werden. Besonders hilfreich ist, dass im Rahmen dieser Analyse bereits aufgezeigt wird, welche Maßnahmen zum Erfolg führen können.



Hebel-Set erweitern


Einkaufsorgansationen sind reifer geworden und gerade bei Secondaries ist klar, dass die tief hängenden Früchte bereits gepflückt wurden. Doch jetzt in der konjunkturellen Schwächephase kann es sich lohnen, erneut zu prüfen, ob es Sinn macht, die klassischen Strategien im Einkauf – also Lieferantenverhandlungen und Neuausschreibungen – noch einmal anzuwenden. Durch den Abschwung sind Anbieter möglicherweise zu Zugeständnissen bereit oder in der Lage, Preissenkungen weiterzugeben. Nur reichen diese Standardinstrumente allein nicht mehr aus, um signifikante Einsparpotenziale zu realisieren. Daher sollten Private Equities auch die anspruchsvolleren Hebel im Einkauf wie zum Beispiel Überprüfung der technischen Spezifikationen, Standardisierung, Bündelung oder Global Sourcing anwenden. Zwar dauert es länger, bis diese Strategien ergebniswirksam werden, doch der Einsatz rechnet sich.


Realistische Potenzialhöhe identifizieren


Der Preis, den eine Private Equity Gesellschaft für ein Unternehmen zu zahlen bereit ist, hängt auch von dem vermuteten operativen Wertsteigerungspotenzial ab. Daher ist es zwingend notwendig, dieses Potenzial realistisch zu ermitteln und schon in der Due Diligence genau hinzuschauen, was tatsächlich möglich ist. Bei der Bewertung von Secondaries und dort, wo in der jüngeren Vergangenheit bereits Einkaufsinitiativen durchgeführt wurden, muss die Überprüfung gründlicher sein.


100 Tage für den Einkauf


Der Vorteil bei der Einkaufsoptimierung ist, dass die Ergebnisse schnell wirksam werden und dadurch Mittel für Investitionen in anderen Bereichen zur Verfügung stehen. Deswegen sind die ersten 100 Tage nach Vertragsabschluss besonders relevant für den Einkauf. Initial ist die oben bereits erwähnte Potenzialanalyse: Sie präzisiert die Ergebnisse der Due Diligence, ist Basis für die Optimierungsziele in Teilbereichen des Einkaufs und zeigt die notwendigen Maßnahmen auf. Die Analyse dauert mindestens zehn Tage, je nach Unternehmensgröße und Umfang maximal bis zu sechs Wochen. Danach sollten die Ziele klar sein und die Roadmap der Maßnahmen vorliegen. Direkt im Anschluss geht es an die Umsetzung. Erste Ergebnisse lassen sich üblicherweise innerhalb von 30 Tagen realisieren.

 

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