INVERTO’s neuer CEO

Der Einkauf im Fokus

 

 

Für Daniel Weise ist der Einkauf, lange unterschätzt in seiner Rolle, der Schlüssel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit: Kostensenkungen, Steigerung der Nachhaltigkeit, Innovationsfähigkeit, Qualität und Geschwindigkeit sowie die Reduktion des Risikos in den Lieferketten sind die zentralen Themen für Unternehmenslenker. So heißt auch sein im Sommer erscheinendes Buch “Profit from the Source”. Als Global Topic Leader Procurement bei BCG begleitet Daniel Weise INVERTO schon seit Tag 1 als Teil von BCG und wird in seiner neuen Rolle als CEO unsere Entwicklung noch aktiver mitvorantreiben.

Daniel, wie kam es, dass der Einkauf für dich zum Schwerpunktthema wurde und was findest du daran besonders spannend?

Ich habe BWL studiert. Dort bin ich schon recht früh mit dem Thema in Berührung gekommen und habe meine Leidenschaft erkannt. In meiner Abschlussarbeit habe ich mich dann mit elektronischen Auktionen im Einkauf befasst, damals ein „neues Thema“. Auch das erste Projekt nach meinem Start bei BCG 2003 war im Einkauf angesiedelt. Seitdem bin ich dem Thema treu geblieben und bin heute bei BCG weltweit für das Thema verantwortlich. Was mich am Einkauf besonders begeistert, ist der enorme Einfluss des Einkaufs auf den Geschäftserfolg. Entscheidungen, die im Einkauf getroffen werden, gestalten den Kurs von Unternehmen nachhaltig.

Welche Herausforderung siehst du aktuell für den Einkauf?

Der Einkauf erfährt derzeit einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel. Früher agierte er stark kostengetrieben. Einkäufer zielten darauf ab, zu sparen und die Preise zu drücken. In der aktuellen Situation, die von Rohstoffknappheiten, Inflation, geopolitischen Spannungen und einem wachsenden Nachhaltigkeitsbewusstsein der Gesellschaft geprägt ist, reicht die bloße Kostenoptimierung nicht mehr aus. Aspekte wie Risikominimierung, Qualität, Geschwindigkeit, Nachhaltigkeit und Innovation sind für den Einkauf ebenso wichtig und rücken den Lieferanten stärker in den Mittelpunkt als bisher. Das erkennen immer mehr Unternehmen und richten ihre Einkaufsfunktion neu aus. Und das zahlt sich aus.

Welchen Einfluss hat dies auf unsere Arbeit als Consultants?



Das macht unseren Job bei INVERTO noch spannender und vielseitiger, da wir unsere Kunden mit unserer breiten Expertise in diesen Themen unterstützen können. Nehmen wir Nachhaltigkeit als ein Beispiel: Es macht einfach Spaß, die Welt ein Stück besser zu machen! Gleichzeitig ist unser Beratungsansatz digitaler geworden. Wir haben mehr Daten zur Verfügung als je zuvor und können
damit schneller, transparenter und effektiver agieren. Durch Corona hat sich darüber hinaus auch unser Arbeitsmodell geändert. Das Prinzip „Vier Tage aus dem Koffer leben“ gibt es so nicht mehr. Wir haben unterschiedliche, hybride Konstellationen. Das beinhaltet die Arbeit vor Ort beim Kunden, von zu Hause aus oder im Büro.

Was unterscheidet uns dabei von unseren Wettbewerbern?

Wir verfügen über eine große Expertise und langjährige Erfahrung in allen Bereichen, die den Einkauf tangieren. Dabei war die Umsetzungsorientierung schon immer Teil der DNA von INVERTO, sodass wir hier einen Vorsprung haben und uns klar differenzieren. Wir arbeiten nicht nur partnerschaftlich mit unseren Kunden zusammen, sondern packen unmittelbar mit an, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Dabei sind Integrität und Bodenständigkeit ebenso wichtige Werte für uns wie auch das positive Miteinander in diversen Teams. Eben VERY INVERTO!

Und wo geht die Reise hin? Was ist deine Vision für die nächsten fünf Jahre?

Der Kurs steht weiterhin auf Wachstum. Wir wollen nicht nur weitere Märkte in Europa erschließen, sondern uns auch weiter als Heimat für die besten Einkaufstalente etablieren. Dabei werden wir die Diversität im Unternehmen weiter ausbauen und unsere „new ways of working“ effektiv umsetzen. Auch unser Beratungsangebot werden wir weiter diversifizieren. Themen wie Nachhaltigkeit oder Resilienz in der Lieferkette werden in den nächsten Jahren noch wichtiger und müssen stärker mit Zielen wie Kostenreduktion, Risikomanagement, Innovationsfähigkeit und Qualität verzahnt werden. Zudem werden wir unser Angebot an digitalen Tools erweitern, mit speziellem Fokus auf Analytics und künstliche Intelligenz. Als Teil von BCG haben wir hier tolle Möglichkeiten.

Bei diesen ambitionierten Zielen – wie schaffst du in deiner Freizeit den Ausgleich?



Den finde ich in der gemeinsamen Zeit mit meiner Familie, am liebsten in den Bergen in Tirol. Ich fühle mich dort zu jeder Jahreszeit wohl und gehe gerne klettern, wandern, mountainbiken und im Winter natürlich Ski fahren. 

 

Und zu Hause in Düsseldorf? Was sollten wir da gesehen haben?

Düsseldorf hat eine große japanische Community und bietet daher viele Restaurants mit ausgezeichnetem japanischem Essen, wahrscheinlich dem besten in Europa. Auch für Kunst- und Architekturinteressierte gibt es in Düsseldorf viele tolle Möglichkeiten. Ich empfehle einen Spaziergang vom K21, das die Kunstsammlung des Landes Nordrhein-Westfalen beherbergt und immer wieder mit tollen Einzelausstellungen begeistert, bis zum BCG Büro am Kö-Bogen. Dort kann man eine beeindruckende neue Architektur bewundern, tolle Galerien besuchen und den Tag in der Altstadt ausklingen lassen.