Bestandsoptimierung und Make-or-Buy Analyse

Die Firma zählt zu den führenden Werkzeugmaschinenherstellern in Europa. Die Angebotsbandbreite des Traditionsunternehmens reicht von der konventionellen Drehmaschine und Fräsmaschine über CNC-Drehzentren, vertikale Bearbeitungszentren bis hin zur vollautomatischen Fertigungszelle. Sie beschäftigt rund 690 Mitarbeiter:innen an insgesamt sechs Produktionsstandorten in Österreich, Deutschland, Italien und Russland.

Ausgangslage

Das Management des Kunden war bestrebt diverse Weichen zu stellen, um das Unternehmen für die Zukunft wettbewerbsfähiger aufzustellen. Im Rahmen einer Potentialanalyse sollte herausgefunden werden, ob Optimierungen im Bereich Warenbestandsmanagement und Einkaufskosten erzielt werden können.

Zielsetzung

Als Ergebnis der Potentialanalyse wurde festgestellt, dass das Unternehmen im Vergleich zur Best Practice signifikant höhere Bestände aufwies. Dieses Level sollte mittels der Expertise von INVERTO deutlich reduziert werden. Auch wurden Potentiale zur Einkaufskostenreduktion in diversen Warengruppen gefunden, welche im Rahmen eines Co-Sourcing Ansatzes realisiert werden sollten. Dies beinhaltete auch eine „Make-or-Buy“ Betrachtung für ausgewählte Baugruppen.

Vorgehensweise

Im Teilprojekt Bestandsreduktion wurden zunächst sämtliche die Höhe des Warenbestands beeinflussende Größen, wie z.B. Sicherheitsbestand, Bestell- und Produktionslosgrößen, Kommissionierungszeiten, Lieferzeiten, Liefertreue, ermittelt und mit Benchmarks verglichen.

In cross-funktionalen Teams wurden dann Maßnahmen entwickelt, um den Bestand nachhaltig zu senken und das Working Capital zu optimieren. Hierfür wurden von den Lieferkonditionen auf Einkaufsseite bis zu der Planungsgüte im Vertrieb der gesamte Planungs- und Produktionsprozess beleuchtet.

Zur Optimierung der Losgrößen, Lieferzeiten und Liefertreue wurde beispielsweise ein auf ERP Daten basierendes Lieferantenbewertungs-Tool entwickelt. Anhand des Tools konnten im Rahmen von Lieferantenverhandlungen deutliche Verbesserungen bei den Bestelllosgrößen und Lieferzeiten erreicht werden. Erst durch die transparente Tool-Darstellung konnte bei den Lieferanten ein Bewusstsein für termingerechte Lieferung geschaffen und damit ein Commitment zur Verbesserung der Liefertreue erreicht werden.

Erst durch die transparente Tool-Darstellung konnte bei den Lieferanten ein Bewusstsein für termingerechte Lieferung geschaffen und damit ein Commitment zur Verbesserung der Liefertreue erreicht werden.

In der Make-or-Buy Analyse wurde zunächst im Rahmen eines Stakeholder-Workshops geprüft für welche Baugruppen externe Lieferant:innen überhaupt in Frage kommen und welche Kriterien diese erfüllen müssen, um denzentralen Aspekt der „europäischen Spitzenqualität“ zu gewährleisten.

In einem zweiten Schritt wurden Lieferant:innen über die INVERTO-Datenbank ermittelt, welche die vordefinierten Kriterien erfüllen. Nach eingehenden technischen Abstimmungen mit diesen Lieferant:innen konnten die externen Fertigungskosten ermittelt werden.

Die komplexe interne Kostenstruktur wurde in Zusammenarbeit mit diversen Abteilungen Bottom-Up neu kalkuliert und als Grundlage zum externen Kostenvergleich genommen.

 

 

Ergebnisse

Durch die Einführung professioneller Tools wurde der Werkzeugmaschinenhersteller in die Lage versetzt, die nötigen Hebel zur Bestandsreduktion und Einsparungserzielung zu identifizieren und umzusetzen.

Durch die intensive Zusammenarbeit in der Umsetzungsphase konnte der Waren-bestand und die Einkaufskosten deutlich gesenkt werden.

Im Teilprojekt Make-or-Buy konnten leistungsstarke Lieferant:innen für eine Zusammenarbeit identifiziert werden. Die verschiedenen Make-or-Buy Szenarien wurden detailliert bewertet und eine transparente Entscheidungsgrundlage erarbeitet.

 

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Thibault Pucken

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Philipp Mall

Managing Director

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